Schnellbriefe
Dienstgeber-Schnellbrief zur KODA-Sitzung am 11. März 2013

11. März 2013  Die Kommission zur Ordnung diözesanen Arbeitsvertragsrechts der (Erz-) Bistümer in Nordrhein-Westfalen (Regional-KODA NW) hat am 11. März 2013 im Erzbischöflichen Generalvikariat Köln getagt und Beschlüsse gefasst. Die Beschlüsse stehen wie immer unter dem Vorbehalt der In-Kraft-Setzung durch die Diözesanbischöfe sowie redaktioneller Änderungen.

I.                Anforderungszulage für KiTa-Leitungen

Die Regional-KODA hat einen Vermittlungsvorschlag des Vermittlungsausschusses vom 6. Dezember 2012 angenommen. Damit erhalten die Leitungen von bestimmten Tageseinrichtungen für Kinder ab August 2013 eine monatliche Zulage in Höhe von 100,- Euro. Dies gilt ausschließlich für die Leitungen solcher Tageseinrichtungen für Kinder, die über mindestens eines der folgenden Zertifikate verfügen: 

  • Gütesiegel „Familienzentrum NRW“ (§ 16 Kinderbildungsgesetz Nordrhein-Westfalen)
  • Gütesiegel des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK e.V.)
  • erzbischöfliche Anerkennung als „Katholisches Familienzentrum im Erzbistum Köln“
  • ein diesen vergleichbares diözesanes Zertifikat.

Ist die Tageseinrichtung für Kinder nicht zertifiziert und stellt der Träger einen Antrag auf Zertifizierung, erhält die Leitung ab dem Zeitpunkt der Antragstellung und bis zum Zeitpunkt der Zertifizierung die Zulage in Höhe von 40 %.

Es ist davon auszugehen, dass alle (Erz-)Bistümer in Nordrhein-Westfalen spätestens bis zum 1. August 2014 Zertifizierungsverfahren etabliert haben, die den Trägern die Antragstellung auf Zertifizierung ermöglichen.

II.       Neue Eingruppierungsmerkmale für Gemeinde- und Pastoralreferenten

Mit diesem Beschluss der Regional-KODA erhält die Anlage 20 KAVO (Sonderregelungen für Mitarbeiter im pastoralen Dienst) eine Entgeltordnung, die differenzierte Eingruppierungen sowohl für die Gemeinde- als auch für die Pastoralreferenten ermöglicht.

Die Eingruppierung bleibt zwar wie bisher grundsätzlich ausbildungsbezogen. Die grundständige Eingruppierung der Gemeindereferenten erfolgt daher – wie bislang - in die Entgeltgruppe 10. Die grundständige Eingruppierung der Pastoralreferenten erfolgt – wie bislang - in die Entgeltgruppe 13 (derzeit mit Zulage zu EG 14, siehe § 11 Abs. 6 Anlage 27 KAVO).

Neu ist die Möglichkeit einer Höhergruppierung sowohl für die Gemeinde- als auch für die Pastoralreferenten.

Eine Höhergruppierung erfolgt entweder nach dem erfolgreichen Abschluss höhergruppierungsrelevanter Fortbildungen: bei Gemeindereferenten in die Entgeltgruppe 11, bei Pastoralreferenten in die Entgeltgruppe 14 (qualifikationsorientierte Vergütung). Für die Höhergruppierung gilt eine Grenze von 40 Leistungspunkten (creditpoints).

Eine Höhergruppierung erfolgt auch, wenn die Tätigkeit des Mitarbeiters mit einer besonderen Leitungsverantwortung verbunden ist und eine entsprechende bischöfliche Beauftragung vorliegt: bei Gemeindereferenten in die Entgeltgruppe 12, bei Pastoralreferenten in die Entgeltgruppe 15.

Die Neuregelungen treten am 1. Mai 2013 in Kraft.

Übersicht über die Eingruppierung:

 

Gemeindereferenten

Pastoralreferenten

Grundständige Eingruppierung

 

EG 10

 

 

EG 13

(mit Zulage zu EG 14)

Höhergruppierung nach erfolgreichem Abschluss höhergruppierungsrelevanter Fortbildungen

(Grenze: 40 Leistungspunkte)

 

EG 11

 

EG 14

Höhergruppierung bei Tätigkeit mit einer besonderen Leitungsverantwortung und entsprechender bischöflicher Beauftragung

 

EG 12

 

EG 15

 III.    Änderung der Praktikantenordnung

In der Praktikantenordnung wird ausdrücklich klargestellt, dass diese nicht für Absolventen mit Bachelor-Abschluss gilt. Dieser Abschluss befähigt als Berufsabschluss unmittelbar zur Aufnahme einer entsprechenden Tätigkeit in einem Arbeitsverhältnis.

 


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